Lernen fürs Leben

Wir wollten wachsen. Nicht theoretisch. Sondern ganz praktisch verstehen, wie man Menschen in existenziellen Momenten wirklich unterstützt. Und wir haben für unser Leben gelernt.
Deshalb saßen mein Mann Florian und ich einen Tag in einem Seminar zu Krisenintervention und Suizidprävention. Denn eine Krise kann jede:n treffen. Ohne Vorwarnung. Ich habe es in Organisationen schon oft erlebt.
- Die Führungskraft, die ausgebrannt ist und sich nun beruflich verändern muss.
- Die Kollegin, deren Partner schwer erkrankt und die Zukunft nun ungewiss ist.
- Die schwierige Rückkehr in den Beruf nachdem das Herz des Kindes nicht mehr schlägt.
Was wir gelernt haben:
- Krise ist nicht gleich Krise. Jede:r erlebt sie anders.
- Es gibt Verlustkrisen (Tod, Jobverlust), Veränderungskrisen (Jobwechsel, Geburt) und akute Traumatisierungen (Unfälle, Gewalterfahrungen).
- Die Symptome sind unterschiedlich. Aber sie sind eingrenzbar.
Was wir oft beobachten – und was nicht hilft:
- „Das ist ja nicht so schlimm!“ (Bagatellisieren)
- „Stell dich nicht so an!“ (Verurteilen)
- „Wir müssen jetzt nach vorne schauen!“ (Unter Druck setzen)
💎 Was tatsächlich hilft: Die Würdigung der Krise.
Krisen sind keine Krankheit. Sie sind zeitlich begrenzt. Und sie brauchen Raum.
Für Betroffene ist es oft schwer zuzugeben, dass sie in einer Krise stecken. Die Bewältigung allein kostet enorme Kraft. Deshalb ist rasches Handeln und ein unterstützendes Netzwerk so wichtig.
▶️ Was hast du aus Krisensituationen gelernt?